Durch Zufall bin ich auf das Programm «Schnurren statt Streiten» aufmerksam geworden. Heute, rund vier Monate später, kann ich sagen: Ich habe es keine Sekunde bereut, den Kurs bei Anne gebucht zu haben.
Bei uns leben 11 Tierschutzkatzen im Alter von 3 bis 17 Jahren – allesamt ehemalige Tierheimkatzen. Bei einer so grossen Katzengruppe gibt es natürlich immer wieder Herausforderungen. Unser Hauptthema war die Unsauberkeit bzw. das Harnmarkieren: Von unseren elf Katzen waren rund drei davon betroffen. Deshalb habe ich zusätzlich den Kurs zum Thema Unsauberkeit/Harnmarkieren gebucht.
Die Umsetzung war bei uns nicht ganz ohne Herausforderungen. Ausgerechnet in diesem Sommer stand ein grösserer Umbau unseres Wohnzimmers an, der den gewohnten Alltag unserer Katzen ordentlich durcheinandergebracht und zwischenzeitlich auch Rückschläge verursacht hat. Ein Umbau geht zum Glück vorbei – und dank des schönen Sommers konnten wir dafür umso mehr gemeinsame Zeit mit unseren Katzen im Garten verbringen.
Eine der ersten Veränderungen war unser Klo-Management. Obwohl wir bereits elf Katzenklos auf verschiedenen Etagen hatten und sich zusätzlich noch ein grosses Outdoor-Klo mit Industriesand im Garten befindet, haben wir die Katzentoiletten (XXXL) nochmals vergrössert und den verwendeten Sand optimiert. Die Wirkung war erstaunlich: Schon relativ schnell war eine deutliche Entspannung bei den Katzen spürbar.
Besonders wertvoll waren für mich auch die konkreten Strategien rund um das Harnmarkieren. Zwei Ecken in unserem Haus wurden immer wieder als «Tatort» ausgewählt. Anstatt diesen Platz einfach nur als Problemzone zu betrachten, habe ich ihn kurzerhand vom Tatort zum Spielort umgewandelt: Ich habe dort ein hölzernes Kugelspiel platziert. Dadurch fand eine gezielte Umlenkung statt – und aus der Ecke, die immer wieder markiert wurde, wurde ein Ort für Beschäftigung und positives Verhalten. Gerade solche praktischen und einfachen Lösungsansätze haben mir gezeigt, wie viel man verändern kann, wenn man die Umgebung aus Sicht der Katze betrachtet.
Auch beim Thema Routinen habe ich viel gelernt. Dass Routinen für Katzen wichtig sind, war mir grundsätzlich bewusst. Dass aber auch die Reihenfolge innerhalb einer Routine entscheidend sein kann, war mir so nicht klar. Beispielsweise haben wir abends früher meistens zuerst gefüttert und danach gespielt – obwohl die natürliche Verhaltenskette eigentlich «Beutejagd» vor «Fressen» vorsieht.
Heute haben wir unsere Abläufe entsprechend angepasst. Die leiseste und unsicherste Katze bekommt täglich ein separates Spielangebot, bevor anschliessend mit den anderen zehn Katzen gespielt wird. Auch unsere lauteste Katze – unser kleiner «Sprengkandidat» – bekommt täglich eine individuell auf sie abgestimmte Spieleinheit.
Ein weiteres wichtiges Thema waren die Zähne. Dass Zahngesundheit und insbesondere FORL bei Katzen nicht unterschätzt werden dürfen, wusste ich als ausgebildete Tierpflegerin bereits. Trotzdem habe ich dank Annes Inputs nochmals genauer hingeschaut. Das Ergebnis: Von unseren elf Katzen sind bereits sechs zahnlos, und bei zwei weiteren Katzen stellte sich tatsächlich heraus, dass eine erneute Teilsanierung der Zähne notwendig war.
Besonders spannend war für mich aber auch die Erkenntnis, wie wichtig ich selbst als Bezugsperson und Ressource für unsere Katzen bin. Diesen Aspekt hatte ich persönlich unterschätzt bzw. in dieser Form bisher nicht bewusst wahrgenommen.
Meine Quintessenz nach vier Monaten «Katztastisch»
Von unseren ursprünglich drei Katzen, die unsauber waren bzw. harnmarkiert haben, ist aktuell nur noch eine Katze übrig. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir auch ihr mit den richtigen Routinen, gezielter Aufmerksamkeit und mehr Sicherheit helfen können, ihr Verhalten weiter zu verändern.
Mein Fazit für alle Mehrkatzenhalterinnen und -halter: Man kann immer etwas lernen und optimieren – man muss nur genauer hinschauen.
Anne vermittelt ihr Wissen mit sehr viel Herzblut sowie einer liebevollen und empathischen Art der Kommunikation. Besonders schätze ich, dass sie nicht einfach allgemeine Ratschläge gibt, sondern dazu anregt, die eigene Katzengruppe genau zu beobachten und Zusammenhänge zu erkennen. Ihren grossen Wissensschatz kann ich deshalb aus voller Überzeugung weiterempfehlen.
Auch unser SsS-Sommerteam ist nach wie vor in engem Austausch in der bestehenden WhatsApp-Gruppe. Dieser Austausch ist für uns alle sehr wertvoll und vermittelt das schöne Gefühl, mit den eigenen Herausforderungen im Mehrkatzenhaushalt nicht alleine zu sein.
Inzwischen bin ich auch Mitglied der Villa Katztastisch und schätze die regelmässigen Monatsthemen sowie die Live-Calls mit Anne sehr. Sie bringen immer wieder neue Impulse und Ideen, die wir gerne ausprobieren und in unseren Katzenalltag integrieren.
Wer mit mehreren Katzen lebt und bereit ist, genauer hinzuschauen, Neues zu lernen und den eigenen Katzenalltag Schritt für Schritt zu optimieren, dem kann ich Anne und «Schnurren statt Streiten» von Herzen empfehlen.